Bullmänner erreichen Platz 9 im Länderpokalfinale

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Am Samstag war der Tag der Wahrheit für die Dartspieler vom Fritze Bullmann 2018! Man durfte in der ersten Pokalsaison der MDSL zum Finale nach Dessau um sich mit den besten 15 Mannschaften aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu messen. Der Weg dorthin führte über zwei Pokalrunden und man konnte auf dem Weg dahin für einige Überraschungen sorgen. Die größte war wohl Platz 1 in der zweiten Pokalrunde mit Siegen über Günthersdorf, Delitzsch und Kahla.So bereiteten sich die Brandenburger akribisch auf das Finale vor, schließlich hat der Pokal seine eigenen Gesetze! Den einen oder anderen Favoriten wollte man in Dessau ärgern. Mit der Unterstützung des Stadtsportbunds und den Verkehrsbetriebe Brandenburg organisierten die Bullmänner einen Omnibus und es konnten auch einige Fans mitfahren. Samstagmorgen um 8 Uhr schlossen sich die Türen des Busses mit dem Ziel Anhalt Arena Dessau. Während der Fahrt war die Nervosität und Vorfreude merklich zu spüren. Nach dem obligatorischen Check der 3-G Regel am Eingang der Halle ging es dann auch in die Arena. Der Vereins- Vorstandsvorsitzende Nico Wollweber hielt eine kurze Ansprache ans Team und anschließend warfen sich die Spieler warm. 

Die Bullmänner waren mit 25 Leuten vor Ort und stellten einen der größten Fanblöcke in der Arena. Im ersten Spiel traf man auf die Lokalmatadoren aus Dessau. Gegen die Gladiators begannen Nico Wollweber, Max König, Mavi Nitsch und Klaus Marquardt. Es sollte sich bis zum Ende ein enges Spiel entwickeln. Man merkte den Bullmännern förmlich an, dass es das erste große Finale war und so gingen doch einige sicher geglaubte Darts ziemlich knapp am Doppel vorbei. So hieß es nach dem ersten Block 2:2 durch Siege von Mavi Nitsch und Max König. Auch nach dem zweiten Block sollte es spannend bleiben. Nach Siegen von Nico Wollweber und Mavi Nitsch stand es 4:4. Die beiden abschließenden Doppel mussten entscheiden. Wolle und Max mussten sich dem starken Dessauer Doppel geschlagen geben, aber Mavi und Klaus schafften mit ihrem Sieg den verdienten Punkt. So hieß es am Ende 5:5, lediglich bei den Legs hatten die Brandenburger sich einen kleinen Vorteil von 20:17 rausspielen können. 

Nach einer kurzen Pause stand nun die Partie gegen die Saalewölfe aus Orlamünde an. Der SV Orlamünde steht in der höchsten Spielklasse in Thüringen ungeschlagen an der Spitze. Und sie präsentierten sich auch in guter Form, sodass sich enge Spiele entwickelten. Jan Hischke brachte Brandenburg ins Team für Klaus Marquardt. Nachdem die Führung stets wechselte, schaffte Jan Hischke im 8. Einzel den Ausgleich zum 4:4. Wieder sollten die Doppel über den Ausgang der Partie entscheiden. Jan und Mavi erwischten ein gutes Händchen beim Scoring, jedoch wollte der letzte Dart den Weg ins Doppel nicht finden. Sie mussten sich mit 3:0 geschlagen geben. Max und Wolle konnten ihrerseits in einer engen Partie die Oberhand behalten und einen 3:1 Sieg einfahren. Somit blieben die Bullmänner auch im zweiten Spiel ungeschlagen. Diesmal mit einem wirklichen Unentschieden, da beide Teams 5 Spiele gewannen und jeweils 20 Legs. 

Im letzten Gruppenspiel sollten dann die starken Magdeburger kommen, welche momentan den zweiten Platz in der Mitteldeutschen Steeldartliga belegen. Um ein sicheres Weiterkommen zu sichern, musste man versuchen dieses Spiel zu gewinnen. Dies erwies sich aber als schwieriges Unterfangen, da die Magdeburger ihre beiden ersten Gruppenspiele sicher gewinnen konnten und dabei auch sehr überzeugten. Und das sollten auch die Bullmänner zu spüren bekommen. Klaus wechselten die Brandenburger zu Beginn für Nico ein. Nach dem ersten Block stand es 3:1 für die Bull’s, da nur Mavi ein Spiel gewinnen konnte. Nun stand man ein wenig mit dem Rücken zur Wand, aber die Bullmänner gaben noch einmal alles. Max und Klaus konnten sich in starken Partien durchsetzen und zwischenzeitlich zum 3:3 ausgleichen. Es loderte wieder eine kleine Flamme der Hoffnung. Diese wurde jedoch von Steven Mehl, einem der besten Spieler in der MDSL, und Christian Helmecke, Bundesliga Spieler bei Wolfenbüttel, erloschen. Mit einem 5:3 ging es in die Doppel und wir legten noch einmal alles rein, doch die Magdeburger waren an diesem Tag einfach zu stark. Die Bullmänner verloren am Ende achtbar mit 7:3.

Nun begann für die Bullmänner das Warten, da die Partie zwischen Dessau und Orlamünde noch nicht beendet war und bei einem Unentschieden wäre man als Gruppenzweiter in die Ko-Runde eingezogen. Bis zu den Doppel in dieser Begegnung durfte man auch noch hoffen, doch dann checkte Rainer Troitsch aus Dessau zum 6:4 und die Bullmänner schieden nach der Vorrunde knapp aus. Kurz nachdem das Ausscheiden feststand, war die Enttäuschung natürlich groß, da es ein Sieg war, ja sogar nur Decider-Leg welches den Bullmännern gefehlt hatte zum Weiterkommen. Doch man setzte sich danach als Team zusammen und stieß mit den Fans auf eine gelungene Pokalsaison an. Ein besonderer Dank geht auch an die mitgereisten Bullmänner, die die Spieler beim Schreiben der Matches und auch moralisch unterstützt haben: Lucas Regel, Lutz Pohl, Alexander Hoffmann, Alexander Gränert, Tony Stiehl und Jens Placzek. Sie haben den Spielern sehr viel abgenommen. Gemeinsam schauten sich die Sportler noch einige Spiele an und stiegen dann um 21 Uhr in den Bus zurück nach Brandenburg mit dem Ziel, nächstes Jahr wieder nach Dessau zu fahren und dort dann mit mehr Erfahrung noch besser abzuschneiden.

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