Showdown bis zum letzten Dart

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Vergangenen Samstagabend um 17.44 Uhr stehen ca. 25 erwachsene Männer völlig verkrampft und mucksmäuschen still in der Ambrosius Pinte und schauen sich die beiden letzten, entscheidenden Spiele an. Es geht um Alles oder Nichts. Den Aufstieg oder den unbeliebten zweiten Platz.

Aber wir gehen zum Anfang des Spieltags: die Bullmänner und die Gladiators Dessau trafen sich zum letzten Spiel in der Bezirksliga Nord der Mitteldeutschen Steeldartliga. Selbst Hollywood hätte das Drehbuch für diese Saison nicht besser schreiben können, welche an Spannung nicht zu überbieten war. So war die Ausgangslage vor dem Spiel klar: die Bullmänner hatten in der Tabelle einen Punkt Vorsprung vor Dessau und ihnen genügte ein Unentschieden für den Staffelsieg und den damit verbundenen Aufstieg. Aber die letzten Begegnungen zwischen Brandenburg und Dessau zeigten, dass es kein leichtes Unterfangen werden sollte. Die Bullmänner mussten sich in Dessau nämlich mit 11:9 geschlagen geben, wobei die Legs mit 45:45 komplett ausgeglichen waren. Dementsprechend motiviert gingen die Bullmänner in die Partie und man wollte von Anfang zeigen, dass man der Herr im Hause war und die Sache schnell klar machen. Leider lief es nicht nach Plan, denn sehr stark aufspielende Dessauer hatten was dagegen.
Wir gingen mit Mavi Nitsch, Klaus Marquardt, Max König, Nico Wollweber, Tim Rickmann, Alexander Gränert, Jan Hischke und Christian Remus in die Partie, in welcher Mavi, Max, Klaus und Nico die Starting Four bildeten. Als erstes wurden die Doppel Mavi / Klaus und Nico / Max ins Rennen geschickt. Es entwickelten sich auf beiden Seiten spannende Spiele. Klaus und Mavi verpassten hauchdünn ein 110 Finish zum Sieg, worauf Rainer den ersten Punkt für die Dessauer eintütete. Bei den anderen beiden Bullmännern lief der Start ins Match auch nicht wie geplant, man lag sehr schnell 0:2 zurück und durfte sich nun keinen Fehler erlauben. Angefeuert von allen Ersatzspielern und auch einigen Zuschauern scorte Max stark, ehe Wolle unter Druck im Entscheidungsleg 60 Punkte über die Doppel 10 checkte und den ersten Punkt für die Bullmänner holte. Im ersten Einzelspielblock taten sich alle Bullmänner schwer, vor allem ließ man unzählige Chancen auf Doppel liegen, was zur Folge hatte, dass Max, Wolle und Mavi Ihre Partien verloren. Nur Klaus konnte sich Dank eines sehenswerten 130 Checks auf das Bullseye den 3:2 Sieg sichern. Zwischenstand 2:4. Auch die nächsten beiden Spiele brachten noch nicht die erhoffte Wende. In zwei starken Spielen behielten die Dessauer wieder die Nase vorn und somit stand es 2:6 aus Sicht der Bullmänner. Doch dann sollte sich das Blatt langsam wenden! Durch die Siege von Klaus und Max verkürzten die Bullmänner auf 4:6. Als nächstes waren wieder zwei Doppelpartien an der Reihe und diese waren sehr ausgeglichen. Jede Mannschaft konnte sich einen Punkt sichern. Also ging es mit einem Rückstand von zwei Sets in die entscheidende Phase des Nachmittags. Hier zeigten sich Klaus, Mavi und Max von ihrer besten Seite und schafften 9:9 Ausgleich. Vor allem Mavi, welcher eine 180 und 174 in Bord schraubte, und Klaus, der in einer heißen Partie gegen Rainer Troitzsch, Dessaus besten Spieler, 3:2 bezwingen konnte, spielten eine entscheidende Rolle. Die Spannung war vor den beiden letzten Einzeln förmlich zu spüren. Die Bullmänner waren leicht im Vorteil, weil noch ein Punkt für den Aufstieg fehlte und Dessau beide letzten Spiele gewinnen musste. Zudem war das Momentum auf Bullmann Seite, nachdem man den 2:6 Rückstand egalisiert hatte. Und wir machen es kurz: Max verwandelte um 17.45 Uhr seinen Matchdart auf Doppel 8, holte damit den notwendigen Punkt und die Bullmänner versanken in Freudentränen. Und wie es im Sport so ist, ist Freude und Ekstase auf der einen Seite und Enttäuschung auf der anderen. Die Bullmänner feierten den größten Vereinserfolg und die Dessauer zeigten sich trotz ihrer Enttäuschung als faire Sportsmänner. An dieser Stelle möchten wir uns auch für die tollen und spannenden Duelle mit den Dessauern bedanken. Es hat uns riesigen Spaß gemacht und wir sind sicher, dass wir uns in den nächsten Jahren wieder sehen werden.
Auch an die Teams von Tus Magdeburg, Klein Rodensleben und Roxy Darts Güsen geht ein Dank für die immer freundschaftlichen und auch hochklassigen Dartsnachmittage. Was für den tollen Zusammenhalt in der Liga spricht ist, dass sich gleich nach Spielende die Teamkapitäne mit Glückwünschen meldeten. Da trifft es wieder zu, dass es im Dart keine wirklichen Rivalitäten gibt, sondern alle eine große Familie sind.
Wir haben als erster Brandenburger Verein in der Mitteldeutschen Steeldartliga Fuß gefasst, haben viele Freundschaften geschlossen und hoffen auf noch viele weitere!

Vielen Dank an alle Bullmänner, allen Kontrahenten für ihre Fairness, allen Fans und Mitsportlern in der Bezirksliga Nord und der gesamten MDSL.
Good Darts – euer Wolle

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